Sind Coastal Ruderer freundlich?

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Um es vorweg zu sagen: Ja. Küstenruderer sind freundlich. Zumindest wenn man sie an Land trifft und nicht im Rennen.
Sobald die Rennen oder besser gesagt das “Wassern” begonnen hat, muss man sich erneut fragen: Sind Coastal Ruderer freundlich. Und das betrifft meist die Rennen an der Langstrecke.

sind coastal ruderer freundlich
Auf zur ersten Boje: Credit: Swissrowing.ch

Der Start
Schon am Start geht das Gerangel los. Jedes Boot sucht seine beste Position um vom Start loszukommen. Einige legen sich an die Startlinie und starten wenn das Signal ertönt. Andere liegen 30-40 m hinter dem Start und starten schon vor dem Startschuss, um mit vollem Speed über die Startlinie zu kommen. Geht das immer gut?  Ist die Startlinie frei? Nicht immer. Die Startposition ist ein umkämpftes Areal, wo Freundlichkeit und Rücksicht nicht immer gelten. Boote werden verschoben, Ruder ineinander verhakt – Ja, man crashed sogar in andere Boote hinein.

Selten so organisiert wie in Irland Credit Irish Times

Sind Coastal Ruderer freundlich- Nicht immer. Die erste Boje

Das Chaos nimmt seinen Lauf. Sind die Boote erst mal gestartet, werden die ersten 1000 m gespurtet was das Wasser und die Muskeln hergeben. Klar: will doch jeder an der Boje der Erste sein. Allerdings hat jeder eine andere Wendetechnik.  An die Boje, stoppen und wenden, oder, die Boje von der Seite anrudern und dann überziehen. Auf die Boje zielen, und mit Berührung umfahren? Es gibt viele Strategien. Und somit ein chaotisches Getümmel an der Boje. Hier wird nur selten Rücksicht genommen. Freundlichkeit kostet Zeit und Plätze.  Freundlichkeit führt beim Solo oder Co2x schon mal zum Kippen oder zum Bruch der Ruder wie das Bild von der Stuttgarter Rudergesellschaft hier zeigt. Oder man wird weggedrängt.  Außerdem ist es frustrierend, wenn man aus dem Blattsalat nicht herauskommt und Zeit verliert.

Freundliche Coastal Ruderer
Kurz vor dem Kentern an der Boje 1, Credit: Stuttgarter Rudergesellschaft

Abhilfe

Bereitet Euch mental auf einen Wettbewerb der Plätze vor. Es geht nicht um Nettigkeiten. Und vor Allem: Angst ist fehl am Platze (siehe unser Post). Nehmt evt. sogar Ersatzmaterial mit ins Boot, z. B. Ruder, wie im Titelbild. Ärgert Euch nicht über die Mitbewerber. Findet Euren Platz und schätzt jeweils das Risiko ein. Kann ich Kentern, verliere ich Equipment? Seid immer Realistisch. Ein Skull bricht bei gegenseitiger Berührung. Bevor ein Skull bricht, oder ihr kentert muss es schon heiß hergehen.

Dieses Team aus den Niederlanden hat es gut gemacht. Ersatzskulls und Absprache mit dem Coach  “was passiert wenn..”

Generell kann man unsere etwas provokante Frage: Sind Costal Ruderer freundlich? Mit einem klaren “Ja” (wenn sie nicht an der Boje sind) beantworten!

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