Mehr als 15 Vereine am Bodensee

Coastal Rowing Regatta in Arbon, SUI, fällt aus

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Schade. Die Coastal Rowing Regatta in Arbon fällt aus. Ein herber Rückschlag für die Coastal Commuity in der Schweiz. Die Coastal Regatta die dieses Wochenende am Bodensee stattfinden sollte, fällt leider aus. Nach unseren Information waren ganze 13 (dreizehn) Meldungen eingegangen. Kein Wunder, es wurden viele handwerkliche Anfängerfehler gemacht. Es ist frustrierend, wenn Organisatoren die Flachwasserveranstaltungen planen, denken mal so eben eine Coastal Regatta durchzuziehen.

Coastal Rowing ist eine wachsende Sportart. Auch in der Schweiz wächst die Community stetig an. Unsere Newsletterzahlen und Kommentare aus der Schweiz nehmen zu. Wie kann es also sein, dass eine solche Regatta ausfällt? Hier eine Analyse aus der Helikopter Perspektive und eine Auflistung der vielen Fehler aus unserer Sicht.

Alleingänge sind nie gut

Die Coastal Rowing Regatta in Arbon wurde von 2 Schweizer Clubs und einem Bootshändler organisiert. Patron war Swissrowing. Reicht es aus wenn ein Bootshändler sich mit 2 Bodenseevereinen zusammentut und eine Regatta organisiert?  Für eine Flachwasserregatta ja. Aber für eine Coastal Regatta? Unseren Recherchen nach wurden keine professionellen Coastal Rowing Organisation mit eingebunden. Gespräche mit Küstenruderern wurden geführt. Aber Experten wurde keine konsultiert. Schade: Weiss man doch in der Schweizer Szene, dass eine Coastal Regatta eine komplett andere Struktur hat als eine Flachwasser Regatta. In Deutschland, Frankreich oder Italien liegen Erfahrungen vor. Man hätte nur zum Telefon greifen müssen.

Hohe Meldegelder für Gäste aus dem Ausland

Mindestens 15 Ruderclubs gibt es am Bodensee. Offensichtlich waren die Veranstalter nicht in der Lage genügend Ruderer aus der Region zu gewinnen. In Süddeutschland gibt es zudem eine grosse Coastal Community die nicht kontaktiert wurde. Warum nicht? Und sind 100 Euro als Startgeld für einen ausländischen Club angemessen? Nein. Im Gegenteil, die Organisatoren hätten wissen können, dass viele Regatten die im Ausland stattfinden bei ausländischen Startern auf die Gebühr verzichten. Einer der Organisatoren der im Schweizerischen Verband sitzt, hätte das wissen können.

Coastal rowing Regatta: Mehr als 15 Vereine am Bodensee
Mehr als 3000 Ruderer in der Gross Region Bodensee, Credit Wikipedia, Rowing in Europe

Wo waren die Leihboote?

Einige Athleten waren nicht in der Lage Leihboote zu reservieren. Der Grund: Vor dem endgültigen Meldeschluss könne man nichts über die Menge von Boote sagen. Wenn das stimmt: Ein Novum in der Szene. Jeder Regattaveranstalter in Frankreich oder Deutschland organisiert  VOR  der Regatta seine Leihboote. In Frankreich und Deutschland helfen andere Clubs, Organisationen oder Verband den Ausrichtern, wenn man es will. Zu vermuten ist eher dass man von Seiten des Bootsausstatters Geld sparen wollte oder aus Imagegründen nicht auf Drittboote zugreifen wollte. Wir wissen um mindestens 8 Kleinbootplätze (Co1x und Co2x) am Bodensee die nicht abgerufen wurden.  Wir verstehen den Frust der Athleten. Ein Athlet erzählte uns, dass man Ihn gebeten hat seine eigene Schwimmweste (im Flugzeug) mitzunehmen.

Keine Coastal Erfahrung

Wer keine Coastal Erfahrung hat, kann sie sich aneignen. Wer das nicht macht, der darf keine Coastal Regatta organisieren. Das ist unsere Meinung. Wer das dennoch tut und damit eine Absage provoziert, tut der Coastal Community keinen Gefallen. Eine Coastal Regatta braucht Expertise und ein Organisationskommittee dass Ahnung hat. Mal im Küstenboot gesessen zu haben oder Küstenboote zu verkaufen reicht nicht aus. Die Organisatoren haben eine Chance vertan etwas für das Küstenrudern zu tun. Die wachsende Gemeinde der Küstenruderer in der Schweiz sind die Leittragenden. Und vielleicht auch der Verband, der das Küstenrudern unterstützt.

Anfängerfehler

Es sollte die zweite Küstenregatta in der Schweiz werden. Man wollte die Community ansprechen und vergrössern. All das ist nicht gelungen. War das Datum richtig gewählt? Zeitgleich sind in Libourne ca. 3000 Masters Ruderer bei den WRMR unterwegs. Zahlreiche Sportler auch aus der Schweiz. Klar der Regattakalender von Swissrowing ist voll…..Wurde Werbung gemacht? Es gab 2 kleine gefundene Artikel in der Region St. Gallen. Auf der Schweizer Meisterschaft im Juli haben wir sehr wenig gesehen. Wo allerdings Werbung gemacht wurde war in der Regattadokumenten. Dort war versteckt, aber doch für jeden der 13 Meldenden bildhaft hinterlegt welche Boote der Veranstalter präferiert.

Es bleibt zu wünschen, dass die Veranstalter sich für eine 2023 Edition wesentlich besser aufstellen und Ihr Netzwerk nutzen. Als Mitglied im Vorstand von Swissrowing und Bootsverkäufer in der Schweiz verfügen die Organisatoren über direkten Zugang zu 12.000 Athleten und 75 Clubs. Mit den 50 Clubs aus der Süddeutschen Region hätte man gut und gerne gefiltert 2000-3000 potentielle Ruderer ansprechen können – und mehr als 13 Meldungen erhalten.

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