180°-Wende um die Boje – Trainierbar oder nicht?

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Wir haben schon viel über die Probleme bei der Wendung um die Boje berichtet. Und ihr habt es bestimmt alle schon selbst gesehen oder sogar erlebt. Probleme an der Boje und zack – Plätze verloren. Also, wie geht’s richtig? Worauf sollte man bei der 180°-Wende um die Boje achten?

(360) 180°-Wende um die Boje – eine alles andere als leichte Angelegenheit

Viele von uns trainieren die Wendung exzessiv im Training vor der ersten Regatta. Perfekter Anlauf, perfektes Wenden, perfekte Beschleunigung auf dem Weg raus aus der Boje. Alles richtig gemacht. Perfekt vorbereitet. Aber stimmt das wirklich? Das ist ein klares Nein. Die Wende im Rennen könnte nicht unterschiedlicher sein. Man versucht seine perfekten, antrainierten Manöver inmitten von anderen Booten. Und alle anderen Boote versuchen auf engstem Raum exakt das gleiche.

Boote vor dir haben immer Vorrang in der Wahl des Wegs. Das Boot vor dir nimmt die Boje so eng wie möglich? Es ist also erst sehr schnell und dann während der Wendung extrem langsam. Wenn du den gleichen Weg nimmst, sei darauf vorbereitet, schnell abzubremsen sonst kommt’s zum Unfall. Oder du entscheidest dich für einen größeren Abstand zur Boje. Dann sei vorsichtig die Drehung nicht zu weit anzugehen, sonst verlierst du Zeit und Plätze.

Was sagt dir der Begriff “sling shot – Drehung” bei der 360 oder 180°-Wende?  Wann muss ich “streichen” oder “abdrehen”?  Ist die 6- Stroke Wende besser als die 8- Stroke Wende? Soll mein Doppelzweier Partner auf Nr.1 ausheben oder mit “streichen”?  Wie navigiere ich Wendepunkt 1 an? Das Video zeigt einiges dazu.

VIDEO _  180 and other turns

 

Alle oben genannten Entscheidungen musst du im Bruchteil einer Sekunde treffen. Die anderen Boote verlangen schnelle Reflexe und Reaktionen. Jeder Ruderer hat eine andere Strategie für die Boje. Und alle kommen aus unterschiedlichen Winkeln und Richtungen, je nach Herangehensweise. Und wer nicht aufpasst bricht seine Skulls oder verfängt sich im Blattsalat der Kollegen oder verliert die Stabilität, bis hin zum kentern. Und das alles während man mit dem Rücken zum Ganzen sitzt.

Wie trainiert man also für die Wende um die Boje?

Die Wendung als solches braucht keinerlei Training. Der Umgang mit einer Vielzahl von Booten auf einer kleinen Fläche hingegen braucht Training. Also sucht euch andere Ruderer mit denen ihr dies trainieren könnt. Und wenn ihr keine Ruderer findet, fragt Freunde mit Kajaks, Kanus oder anderen Booten, die mit euch die Reaktionen trainieren, die ihr braucht um in einer größeren Menge an Booten zu bestehen. Und natürlich Schnelligkeit, wenn ihr als erstes an der Boje seid, ist das natürlich am Besten, kann man aber natürlich immer von ausgehen. Wie ihr einen optimalen Start hinlegt, schauen wir uns hier Blog auch noch genauer an!

Wie bereitet ihr euch auf die Wendung um die Boje vor? Lasst es uns in den Kommentaren wissen! Wir werden das zusammenfassen und dann mit Euch diskutieren.

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